Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, am Ende ist die Rechnung einfach: Zwei Spiele in Bremen gewinnen und wir halten die Klasse.
#SPOILER MODE ON# Und wenn wir stattdessen drei gewinnen? #SPOILER MODE OFF#
Diesmal war es nicht „same procedure as every year“. Für uns bedeutete das zweite DM-Wochenende in Bremen das Privileg, die Freitagnacht (und für einige auch die Samstagnacht) im eigenen Bett zu verbringen.
Nur kurz in Bremen ankommen, „Kaffeeee!“ nuscheln, und schon war es Zeit für das erste Warm-up und das erste Spiel gegen Colorado. Nach den ersten Punkten auf Augenhöhe und ein paar langen Würfen nahm das Spiel eine klare Richtung und Colorado holte sich das Spiel mit 15:8.
Im zweiten Spiel des Tages – dem letzten der Gruppenphase – trafen wir auf Frühmix. Ein Spiel mit echtem Gewicht im Abstiegskampf. Eine hart umkämpfte Partie, aber mit großartigem Spirit – abgesehen von einem einzigen Akteur, der sich dringend noch einmal die Regeln durchlesen und generell ein Buch über gute Manieren zu Gemüte führen sollte. Wir verloren 12:15 und beendeten die Gruppe auf dem letzten Platz, aber mit einer Überzeugung: Jetzt fangen wir an, so zu spielen, wie wir es können.
Der Würfel war gefallen (leider nur metaphorisch), die Teams für Playoffs und Playouts standen fest. Am Samstagabend wartete Bremen auf uns, am Sonntagmorgen dann FT Würzburg. Bremen war – entgegen jeder Statistik des Pechs – mit drei Siegen aus der Poolphase gekommen, landete aber wegen der unerwarteten Niederlage gegen Würzburg dennoch mit null Siegen in der Playoutrunde. Das bedeutete: Unser Spiel gegen Bremen war ein echtes „In-or-Out“-Spiel.
Wir starteten stark, aber Bremen gab nicht auf. Es wurde ein extrem umkämpftes Spiel mit vielen Breaks auf beiden Seiten, aber trotz des enormen Drucks mit einem herausragenden Spirit. Am Ende hatten wir die Nase vorn und besiegelten damit das Schicksal der unglücklichen Bremer, die leider absteigen werden.
Der schwierigste Moment des Tages war überstanden? Auf gar keinen Fall! Die wahre Herausforderung bei herrlichem Sommerwetter und der ungemütlichen Distanz zum nächsten Restaurant lautete: „Eat-in oder Take-away?“. Am Ende gewann das Take-away – sehr zur Freude von Uber Eats und Lieferando.
Sonntag. Im ersten Spiel des Tages ging es darum, wer auf dem Papier das einfachere Relegationsspiel bekommt: wir oder Würzburg. In der Praxis wussten wir aber: Egal wie dieses Spiel ausgeht, das nächste zählt – und wird alles andere als einfach. Trotzdem hatten wir Gefallen daran gefunden, und obwohl ein wichtiger Spieler mitten im Spiel der Meinung war, dass es im Wartezimmer der Bremer Notaufnahme kühler sei als unter der sengenden Sonne, holten wir einen souveränen 15:6-Sieg.
Und so kamen wir zum letzten Akt der Mixed-Meisterschaft in der 1. Liga. Das entscheidende Spiel: Wer gewinnt, bleibt im Paradies der 1. Liga; wer verliert, wird in die Unterwelt der 2. Liga gezogen.
Die Partie begann direkt mit einem Break der Gegner und einer etwas verschlafenen Anfangsphase unsererseits. Trotzdem war die Moral hoch und alle waren überzeugt, dass wir das Ding nach Hause holen würden.
Und so kam es auch: Punkt für Punkt bauten wir unseren Vorsprung aus und gewannen schließlich mit 15:12 – vor allem dank einer herausragenden Leistung unseres gesamten FMP-Teils des Teams.
Sturmflut ist gerettet (klingt komisch, oder?) und entgehen damit im nächsten Jahr dem Derby gegen die Alsters in der 2. Liga.
Last but not least möchten wir Göttingen für das Spiel danken. Trotz der hohen Einsätze war es das Spiel mit dem besten Spirit, das wir in der gesamten Saison gespielt haben.
Das hat uns einmal mehr daran erinnert, wie besonders unser Sport ist und wie toll viele der Menschen sind, die Ultimate spielen – Menschen, die den Spirit an die erste Stelle setzen, auch wenn es um den Abstieg geht. Wir hoffen, euch so schnell wie möglich wieder in der 1. Liga zu sehen – mit genau demselben Spirit!


