Wenn man Anfang August auf einer sonnigen Rheininsel aufwacht, den Duft von frisch gebrühtem Kaffee in der Nase hat und weiß, dass gleich wieder Frisbees durch die Luft segeln, dann ist man ziemlich sicher beim Rheinwerfen. Und dieses Jahr war’s für uns Alsters gleich doppelt besonders – nicht nur wegen des Turniers selbst, sondern schon wegen der Anreise: Dank der mysteriösen Preislogik der Deutschen Bahn saßen wir zum allerersten Mal in der 1. Klasse. Mehr Beinfreiheit und das Gefühl, als Team kollektiv „aufgestiegen“ zu sein – zumindest bis Bonn.

Das Setting: Gespielt und gezeltet wurde wie immer auf der Rheininsel Grafenwerth, mitten im Freibadgelände. Die Bonnsai hatten wieder ganze Arbeit geleistet: Pool, Essen, Rheinblick – und in diesem Jahr sogar eine Sauna. Dazu lief die große Wasserrutsche auch nachts, was ein geradezu perfektes Rundlauf-System ermöglichte: Silent-Dancefloor → Wasserrutsche → Sauna → Sprungturm → zurück zum Dancefloor. Dazu gab es über den Tag verteilte Beerrace-Spiele und Samstagabend ein Livemusik-Konzert zum Mitsingen.

Das Sportliche: Modus: 4 gegen 4, real mixed, 20 Teams aus Deutschland und drumherum. Der Samstag begann für uns mit einem klaren 16:5 gegen Aachen – ein Auftakt nach Maß. Danach allerdings ein 8:13 gegen die Pinky Ballers, ein Pickup-Team aus Marburg und Münster. Das dritte Spiel gegen Tübingen – den späteren Turniersieger – war dann der erste Herzschlagmoment: Universe Point, leider 10:11 verloren. Ein souveränes 11:3 gegen Salzburg brachte uns zurück in die Spur, und mit dem 17:10 gegen Transjoy endete der Tag sportlich erfolgreich und stimmungsmäßig auf höchstem Niveau. Damit Platz 3 in der Gruppe und mittlerer Pool für den Sonntag, um Haaresbreite den oberen Pool für die Plätze 1-8 verpasst.

Der Sonntag – wie es die Tradition will, begann mit dem Hamburger Derby: Alsters gegen Fischkutter. Wir bauten eine souveräne Führung aus, kamen aber aus dem Takt – und am Ende mussten wir uns knapp 12:14 geschlagen geben. Im letzten Spiel gegen Mannheim hatten wir erneut die Chance auf einen Universe-Sieg, aber auch hier reichte es hauchdünn nicht: 10:11.

Das Ergebnis: Platz 12 von 20 – solide, wenn auch mit einigen knappen „Was-wäre-wenn“-Momenten. Dazu ein handfester Grund zur Freude: Spiritsieg! Zusammen mit Schievköppe und Transjoy teilten wir uns die Ehre für den besten Spirit des Turniers.

Ein Wochenende zwischen Scheiben, Sauna und Sommerabend im Freibad, mit Bonnsai als perfektem Gastgeber. Gerne nächstes Jahr wieder – vielleicht dann wieder 1. Klasse, vielleicht auch sportlich eine Klasse höher. Aber ganz sicher wieder mit derselben Lust auf Frisbee, Rhein und gute Gesellschaft.

Dabei waren: Aiko, Airdorf, Bodin, Bushi, Franzi, Jan, Katha, Kim, Krischi, Lindi und Lotte 

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