Alsterkutter auf großer Mission in Hamburg

Team

Nach langer Abstinenz sollte in Hamburg mal wieder eine DM stattfinden. In Harburg bekamen wir dafür eine wunderbare Halle und dank großartiger Unterstützung der WUCC-Gulls (ihr seid wirklich Spitze) war auch die Verpflegung in besten Händen.

Beim 1. DM-WE hatten wir schon in einigen Phasen der Spiele gezeigt, was in uns steckt, aber dieses Niveau meist nicht über die gesamte Dauer der Partie halten können. Daher mussten wir neben 2 Siegen auch 3 Niederlagen einstecken. Nach oben waren jedoch dank des Spielmodus trotzdem keine Grenzen gesetzt, da wir lediglich 6. werden mussten, um eine Chance auf den Aufstieg zu haben. Für dieses Ziel war der Alsterkutter im Gegensatz zum 1. DM-WE komplett und konnte zudem noch Robin gewinnen.

Nach einem leckeren Frühstück mit vorzüglichem Rührei geht es voller Tatendrang ins erste Spiel gegen die jungen Berliner von Disckick. Neben krassen Breaks machen die Berliner auch einige Fehler, die wir in abgezockter Manier bestrafen können.  Wir starten stark, lassen Sie nie wirklich an eine Chance glauben und gewinnen mit 15:9.

Im zweiten Spiel wartet das zweite junge Team der Liga aus Münster. Die vielen bekannten Gesichter liefern uns ein heißes Spiel und mittlerweile sind auch eine Menge Fischbees und Freunde in der Halle, die uns zum Sieg peitschen (Endstand 15:11). Mit den 2 Siegen haben wir uns noch auf den 4. Platz verbessert und spielen gegen den 5. um den Einzug ins Halbfinale.

Auf dem 5. Platz landeten die Berliner, wodurch diese direkt am gleichen Tag noch die Chance zur Revanche gegen uns erhielten. Wir nahmen uns vor, den Druck gegenüber dem ersten Spiel nochmals zu erhöhen und starteten gleich furios. Der erste Pass der Berliner wird sofort abgefangen und fast zum Callahan verwertet. Das darauf folgende Break war dann der Startschuss zu einer fulminanten Anfangsphase. Disckick kann sich von diesem Schock nicht erholen. Wir fahren in diesem wichtigen Spiel mit einem 15:7 unseren höchsten Sieg der DM ein. Das Abstiegsgespenst, welches uns in den letzten Jahren oft bis zum letzten Spiel verfolgte, ist damit bereits verscheucht und somit richtet sich unser Blick endgültig nach ganz oben.

Beim Inder stärken wir uns am Abend gemeinsam mit einigen der Möwen mit Lassis und sonstigen Leckereien für das anstehende Halbfinale.

Und am Sonntag um 10:40 war es dann angerichtet. Halbfinale gegen die bis dahin ungeschlagenen Goldfingers aus Potsdam. Unser Warm-Up ist intensiv und fokussiert und genau so starten wir in die Partie. Das Spiel ist hochklassig und beide Teams zeigen das bis dahin beste Spiel der DM. Trotz hohem Druck kann jedes Team seine Offense durchbringen, bis wir Mitte der ersten Halbzeit das erste Break holen können. Kurz vor der Halbzeit muss jedoch auch unsere Offense das erste Break hinnehmen. Die Spannung schaukelt sich immer weiter hoch und auch die Zuschauer sind jetzt voll dabei und peitschen den Alsterkutter nach vorne. Kein Team kann sich absetzen und nach dem Ablauf der Spielzeit liegen die Goldfingers mit 14:13 vorne. Unsere Offense will den Universe erzwingen und die Potsdamer erhöhen nochmals den Druck in der Defense – langer Pass von uns nach vorne – leider zu weit. Im Gegenzug direkt der lange Pass der Goldfingers. Auch dieser Pass scheint zu weit zu fliegen, aber der Potsdamer hebt ab und kriegt tatsächlich noch eine Hand unter die Scheibe. Ein grandioses Spiel geht spektakulär zu Ende. 1-2 leichte Fehler von uns machen am Ende den Unterschied, da Potsdam über die gesamte Spielzeit keine Schwäche zeigt. Nach einer kurzen Phase der Trauer überwiegt bei uns der Stolz über unsere Leistung in diesem auch für die Zuschauer unfassbar spannenden Spiel. Neben der starken spielerischen Leistung ist auch der Spirit trotz der Bedeutung dieses Spiels sehr hoch, was mal wieder zeigt, warum Ultimate der beste Sport der Welt ist.

Im Spiel um Platz 3 gewinnen wir gegen (gar nicht sooo alte) Caracals in einem ebenfalls engen Match mit der Defense im Universe (Laut Mattes gewinnt die Defense übrigens in 70 % der Spiele den Universe). Damit machen wir die beste Platzierung in der Geschichte des Alsterkutters perfekt. Wir haben unsere Platzierung bisher jedes Jahr gesteigert und sind jetzt schon heiß aufs kommende Jahr, denn diese 2. Liga Nord ist echt der Knaller. Vielleicht ja sogar wieder in Hamburg Smile

An Bord waren: Philipp, Luca, Melo, Tommy, Michi, Robert, Tofu, Mattes, Alain, Eike, Robin & Torben