Next in Malmö

Die Hamburger U17 traute sich dass erste Mal außer Landes. Unsere Partnermannschaft aus Kockum, einem Stadtteil von Malmö in Schweden richteten die schwedischen Jugendmeisterschaften aus. Da wir Ihnen im letzten Jahr die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften in Celle ermöglicht haben in dem sie alle einfach schnell bei den Fischbees Mitglieder geworden sind, waren wir diesmal als einziges deutsches Team zum Gegenbesuch da.

 

8 Leute passen in ein Bus. In einen kleinen zumindest. Also konnten wir auch nur mit sieben Spielern und einem Betreuer nach Malmö fahren. Wir wären natürlich lieber zu 10 gefahren, aber dann hätten wir U20 spielen müssen und die Spielklasse ist, genau wie in Deutschland mittlerweile einfach von der Spielstärke noch nicht ganz unsere Liga. Die meisten im aktuellen Fischbees Next Kader spielen halt erste seit etwas über einem Jahr.

Dementsprechend groß war die Vorfreude das erste Mal die Bundesgrenzen hinter uns zu lassen und per Schiff und Brücke zwei Länder weiter zu fahren. Der schwedische Verband ludt am 25./26.März zur Jugendmeisterschaft in den Altersklassen U15, U17 und U20. Wir fuhren außer Konkurrenz dort hin, genauso wie Kockum letztes Jahr in Celle. Freitag spät waren wir dann in der am schnellsten zu erreichenden schwedischen Stadt Malmö, gleich hinter der Öresundbrücke und noch in Sichtweite von Kopenhagen. Spät angekommen und nur noch schnell einmal Cup-Noodles für alle und ab in die Schlafsäcke. Durchs Fenster des Klassenraumes war Naturrasen zu sehen, darüber aber kein Nachthimmel. Das klärt sich aber gleich auf.

Am Samstag morgen konnten wir dann erst mal wirklich sehen, wo wir hier gelandet waren. Geschlafen hatten wir in einem Klassenraum des Malmöer Sportgymnasiums, dass direkt im neuen Fußballstadion von Malmö F.F. ist. Wir konnten also wirklich direkt auf den Rasen des Fußball-Erstligisten schauen, der nach oben mit einem Schiebedach geschützt werden kann. Nebenan waren viele weitere Sportplätze, Eis- Leichtathletik- und andere Hallen. Ein riesiges Sportgelände wie ich es in Deutschland, geschweige denn in Hamburg noch nie gesehen habe.

Gespielt wurde nebenan in einer Mehrzweghalle mit Kunstrasen. Nicht ganz die Ausmaße der Egidius-Braun-Halle in Leipzig, falls die einer kennt, aber doch groß genug für drei 5vs5 Ultimate Felder. Die Organisation des Turniers erinnert eher an eine Europameisterschaft. Spielerpässe, Playerpackage, Sponsoren, feste Score- und Zeitnehmer an jedem Feld. Es wurden sogar Stats genommen, also wussten wir nach jedem Spiel wer die Assists und wer die Punkte gemacht hat. Beeindruckend für ein Jugendturnier. Aber mit Mattias Ahlgren und Paul Eriksson hatten da zwei Uhrgesteine der schwedischen Szene ihre Hände mit drin.

Die ersten beiden Gegner waren leider nicht unsere Schuhgröße und so gingen beide Spiele verloren. Gegen Kockum allerdings natürlich mit einem Lächeln, weil es einfach nett war viele Gesichter wieder zu sehen. Gegen SFC hatten wir noch einen späteren Halbfinalisten gegen uns, die uns auch schnell zeigten, dass Turnierspiele was anders sind als Training. Aber wir waren ja zum lernen da. Gelernt haben wir auf jeden Fall, dass eine gut warm gemachte Mannschaft die einen lauten Cheer (Fischbees!? - NEXT!!!) ablässt eine eigentlich gleichstarke Mannschaft ganz schnell beeindrucken kann. Merke: Defence brennt, Offence atmet! AKKA aus Lund war mit dem 11:0 bestimmt völlig unter Wert aus dem Spiel rausgegangen, aber wir haben wieder was gelernt.

Noch mehr gab es beim letzen Spiel zu lernen. Rein sportlich ging es gegen Uppsala eigentlich um nix mehr, da wir das Halbfinale nicht erreichen durften, da wir ja außer Konkurrenz spielten. Trotzdem wollte das Team natürlich. Bei Ablauf der Zeit Stand es 6:6 und wir hatten Offence. Auch wenn wir zwei Mal auf dem Weg in die Endzone scheiterten brachte der dritte Versuch dann endlich den Sieg. Wieder was gelernt: UNIVERSE PUNKT macht Spaß! So hatten wir rein rechnerisch den dritten Platz in der Vorrunde erreicht und hätten über kreuz um das Halbfinale spielen dürfen, aber wir mussten nicht. Also sightseeing! Malmö ist jetz nicht gerade die Perle der Ostsee, aber die kleinen feinen Unterschiede zwischen deutschen und schwedischen Städten waren auch ganz interessant zu sehen.

Über unseren Auftritt beim Players Dinner hüllen wir mal den dezenten Mantel des Schweigens. Nur so viel sei gesagt: Sie werden sich an uns erinnern. Wäre es eine Party gewesen, hätten wir sie gewonnen! Der nächtliche Blick rüber nach Dänemark war an sich auch schon die ganze Reise wert.

Sonntag standen dann noch mal drei Spiel auf dem Zettel von denen wir zwei gewinnen konnten. Leider mussten wir uns Upsalla im Rückspiel geschlagen geben. Das hat sie vielleicht für die Dinnerschlacht etwas entschädigt. Am Ende blieb für uns ein 7ter Paltz von 10 und nicht mal die Ehrung für das weitest angereiste Team über. Schweden ist einfach echt groß. Die Kockums sehen wir auf jeden Fall wieder, wenn wir Ende der Outdoorsaison eventuell noch ein eigenes Turnier machen.

Für Fischbees Next: Dremu