Winterträumereien in Prag

Seagulls

Dabei waren: Anneke, Ela, Franzi, Julia, Kathy, Kerstin, Margit, Nata, Nici, Rosa, Sophia und natürlich
Jason.

Die Saison 2017 kann beginnen. Elf noch verträumte Möwen machten sich auf den Weg in das eisig kalte Prag zum Prag Winter. Doch frieren musste in dieser Nacht niemand, da wir Möwen komfortabel in Hotels untergebracht waren. Am Samstagmorgen ging es dann in das ehemals größte Stadion der Welt… Das wohl auch schon bessere Zeiten gesehen hat… - Die Kunstrasenfelder, auf denen wir das Wochenende über spielen sollten, waren in einer Traglufthalle, versteckt im Innern des Stadions, untergebracht.

Am Samstagmorgen wurde sich gereckt und gestreckt. Das erste Spiel gegen das tschechische Damen Nationalteam fing recht träge an. Offensichtlich waren wir elf Möwen noch nicht so richtig aus dem Winterschlaf erwacht. Den Tschechinnen ging es anscheinend nicht viel anders. Nach einigen individuellen Fehlern und Abstimmungsschwierigkeiten in beiden Teams, wurde es dann doch noch zu einem engen Spiel. Das leider die Tschechinnen im letzten Punkt für sich entscheiden konnten: 8:9. Unser Fazit: das sieht zwar aus wie Rasen, ist aber doch eher wie Halle.

Wo wir das nun also festgestellt hatten, konnten wir in das nächste Spiel gegen Box aus Wien starten. Anstatt miteinander und gegen die Österreicherinnen zu spielen, begaben wir uns in Laufduelle, warfen auch die engsten Würfe noch und verpassten es im Handling den Dump rechtzeitig zu aktivieren. Damit gewann Box am Ende mit einem deutlichen 8:5 Sieg. Nici und Margit, unsere Trainer Möwen, waren am Boden zerstört, warum fingen wir jetzt wieder mit den Anfängerfehlern an??! - Oje, da waren wir wohl noch ziemlich fest am schlafen. - Fazit: wir besinnen uns auf das was wir können: frühzeitige Angebote und rechtzeitiges Aktivieren des Handlings.

Um so richtig gullenstark in das nächste Spiel zu starten, wurde die Boombox aufgedreht und die Seagulls formatierten sich zum Möwen-Warm-Up-Tanz. Mit positiver Energie geladen starteten wir in das Spiel gegen die Prague Devils. Ein heißes Spiel. Wir konnten über weite Teile des Spiels unsere Fokuspunkte umsetzen. Am Ende ging es dann doch um den alles entscheidenden Punkt. Kurz vor der gegnerischen Endzone verloren wir nach einem Pick Call die Scheibe. - Verflixt, wie war das nochmal mit der Endzone?! - Dank unserer heißen Defense sollten wir noch eine Chance bekommen. Dieses Mal spielten wir ganz ruhig über das Handling und BÄM da war unser erster Sieg: 9:8!

Auch vor dem nächsten Spiel blieb noch Zeit für ein Tänzchen. Nachdem wir nochmal aufgefrischt hatten was wir in der Endzone spielen wollen, ging es auch schon weiter gegen Cosmo. Einige wundervoll ausgeführte Setplays später, konnten wir unseren 2. Sieg verzeichnen: 10:9.

Das letzte Spiel des Tages sollte gegen das wohl stärkste Damenteam und den späteren Turniersieger gehen: YAKA. Im Vergleich zu unserem ersten Spiel am Morgen hatten wir alle eine steile Lernkurve hinter uns und das zeichnete sich nun auch im Spiel ab. Nachdem wir uns einen kleinen Vorsprung erarbeitet hatten, zog YAKA dann doch noch an uns vorbei. Und gewann das Spiel mit 9:8.

Wie sich später herausstellte hätten wir wohl doch eines dieser knappen Spiele gewinnen sollen. Im Dreiervergleich gegen Cosmo und die Czech women zogen wir den Kürzeren und konnten am Sonntag nur noch um die unteren Plätze mitspielen. Leider verspielten wir die erste Halbzeit am Sonntag gegen die Outsisters, indem wir die Scheibe nach vorne zwangen und die Fehler von Samstagmorgen wieder auspackten. Auch in der Defense bekamen wir die Scoobers der Schweizerinnen nicht verteidigt…- Das wollten wir aber nicht auf uns sitzen lassen. In der zweiten Halbzeit rissen wir uns nochmal zusammen. Durch schnelle, präzise Handlerbewegungen in der Offense und Druck in der Defense, brachten wir die Schweizerinnen nochmal zum Schwitzen. Am Ende reichte es dann nicht ganz und die Outsisters gewannen verdient mit 12:8.

Das letzte Spiel des Wochenendes ging gegen das polnische Damen Nationalteam. Mit Pandapower starteten wir in den ersten Punkt. Das war vielleicht nicht unbedingt die beste Idee, da Pandagullen sich anscheinend eher nicht durch Schnelligkeit und entschlossenes Handeln auszeichnen. Vielleicht war auch der Druck, sich in diesem Punkt nicht blamieren zu dürfen, zu groß. Jedenfalls verspielten wir nach einem Stall Out unsere erste Offense. - Oje, wir sollten lieber Gas geben. - Und das taten wir auch: einige heiße, schnelle Punkte von beiden Teams machten dieses letzte Spiel eng und spannend. Schade, das wir nach einer langen Diskussion im Universe Point, den Punkt nicht verwandeln konnten. Damit mussten wir uns mit Platz 12 begnügen.

Seagulls

Das Fazit dieses Wochenendes: es war vielleicht ein typisches erstes Turnier der Saison mit einigen verschlafenen Möwen, die sich erstmal wieder aneinander gewöhnen mussten. Dennoch haben wir dieses Wochenende durchaus gezeigt, dass wenn wir unsere Flügel ausbreiten und die Köpfe anstellen, wir Hamburg wieder auf die Karte packen. BÄM!